Von Hitachi Energy
Andreas Toth wechselt zu Tennet
Andreas Toth startet zum 1. Oktober 2026 als Director Business Technology bei Tennet Germany.
Von Heinrich Vaske
Tennet ist der größte Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland und damit für ein wichtiges Stück kritische Infrastruktur (Kritis) verantwortlich. Das Unternehmen betreibt und pflegt ein über 14.700 Kilometer langes Stromnetz, das sich von Schleswig-Holstein bis nach Bayern erstreckt.
Damit kommt Tennet eine Schlüsselaufgabe bei der Energiewende zu: Das Unternehmen ist gefordert, gemeinsam mit Partnern die großen Nord-Süd-Trassen zu bauen, damit der mit Windenergie erzeugte Strom aus dem Norden in die süddeutschen Industriezentren transportiert werden kann (bekanntlich ein dickes Brett…).
Tennet überwacht rund um die Uhr das Stromnetz in seiner Regelzone, gleicht Angebot und Nachfrage aus und greift ein, wenn Überlastungen oder Stromausfälle drohen. Als Teil der europäischen Energiedrehscheibe verbindet der Konzern das deutsche Netz mit denen der Nachbarländer (insbesondere den Niederlanden) und unterstützt so den europäischen Strommarkt.
Andreas Toth kennt sich in der Energiewirtschaft genauso wie im IT-Management bestens aus: Zuvor war er sieben Jahre für Hitachi Energy tätig, zuletzt in der Rolle eines „Global Head of Country IT & Vice President“. In seiner vorherigen Station arbeitete er rund elf Jahre in verschiedenen Top-Positionen für den Industriekonzern ABB.
Über seine zukünftige Rolle bei Tennet schreibt Toth auf LinkedIn: „Die kommenden Jahre sind entscheidend: für den Ausbau der Energieinfrastruktur, für die Digitalisierung und für eine IT, die Stabilität, Skalierbarkeit und Innovationen gleichermaßen ermöglicht. In meiner Verantwortung liegt die Weiterentwicklung einer starken, skalierbaren sowie zukunftsorientierten IT-Strategie (…).“
Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit dürften u.a. auf OT-Sicherheit und Kritis-Compliance liegen, außerdem muss Tennet mit modernisierten Leitstellenarchitekturen dafür sorgen, dass Netzverfügbarkeit und -sicherheit garantiert sind. Ferner arbeitet man daran, starre Überwachungslösungen durch hochverfügbare, redundant ausgelegte und dezentrale Strukturen zwischen den Kontrollplätzen und Rechenzentren zu ersetzen.
Daueraufgaben sind auch das Daten- und Dokumentenmanagement für die On- und Offshore-Anlagen und eine modernisierte Infrastruktur (mit SAP S/4HANA, Cloud-Diensten, Microsoft 365 etc.). Last, but not least braucht es eine Data-Analytics- und Reporting-Infrastruktur, die es erlaubt, die gewaltigen Datenmengen aus dem Netzbetrieb zu steuern und auszuwerten.
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Andreas Toth geht Anfang Oktober zu Stromnetzbetreiber Tennet Germany (Foto: Toth/Linkedin).


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