Auch Vorstandssprecher des mbuf

Christian Maier neuer CIO der Molkerei Gropper

Seit knapp einem Monat ist Christian Maier CIO der Molkerei Gropper GmbH & Co. KG. Mit ihm haben die Bayern einen „ausgezeichneten“ Fang gemacht: In seiner vorherigen Rolle als CIO der Südwestdeutsche Salzwerke AG (SWS) hat Maier im Wettbewerb CIO des Jahres 2025 den KI-Sonderpreis eingeheimst.

Von Heinrich Vaske

Die Jury im von COMPUTERWOCHE und CIO Magazin ausgetragenen Wettbewerb honorierte im vergangenen Jahr Maier und sein Team für die Erfolge in der KI-gestützten Datenanalyse, die zu einem strategisch wichtigen Predictive-Maintenance-Projekt bei SWS geführt hatten. Damit konnten Maschinenausfälle proaktiv verhindert und Kosten gesenkt werden. Maier, der auch Vorstandssprecher des Microsoft Business User Forum e.V. (mbuf) ist, steht mit seinem Wechsel zur Großmolkerei vor ganz neuen Herausforderungen.

Gropper setzte im vergangenen Jahr mit knapp 1.000 Mitarbeitenden stolze 1,12 Milliarden Euro um. Neben dem Hauptwerk für Milchverarbeitung und Abfüllung im schwäbischen Bissingen gibt es ein zweites Werk in Baden-Württemberg: Die Gropper Fruchtsaft GmbH in Stockach produziert Direktsäfte und Smoothies. Und schließlich betreibt Gropper auch noch ein Joint Venture mit Dr. Oetker, genannt Moers Frischeprodukte GmbH & Co. KG. Dort werden neben Molkereiprodukten auch Desserts und Puddings hergestellt.

Vor seinem zirka dreijährigen Engagement für SWS war Maier knapp 15 Jahre für die Leonhard Weiss GmbH & Co. KG tätig, mehr als sieben Jahre davon als IT-Leiter. Bei SWS kamen völlig neue Aufgaben auf ihn zu, und bei Gropper dürfte es nun nicht anders sein. Für die Molkereiprodukte, die (als Eigenmarken) pünktlich in den Regalen von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka stehen müssen, ist eine funktionierende Lieferkette entscheidend. Ungeplante Stillstände in den Abfüll- oder Kühllinien bedeuten für Milch-verarbeitende Betriebe sofortige Verluste.

Maier wird sicher Chancen bekommen, sein tiefes KI- und Data-Analytics-Know-how einzubringen. Bei den Salzwerken nutzten er und sein Team KI-gestützte Sensordaten-Analysen (über Data-Lake-Architekturen, Microsoft Fabric etc.), um Maschinenausfälle frühzeitig zu prognostizieren und ungeplante Stillstände zu minimieren. Diese Erfahrungen mit KI-Modellen für die Anlagenüberwachung dürfte sich auf die Abfüll- und Prozesstechnik bei Gropper übertragen lassen.

Bei Gropper wird es wohl auch darum gehen, Daten rund um Rohstoffbeschaffung, eigene Energieerzeugung, Abfüllung und Vertrieb nutzbar zu machen. Auch in der Prozessoptimierung werden KI-basierte Datenanalysen sicher eine Rolle spielen: von der vorausschauenden Mengenplanung in der Milchverarbeitung bis hin zur Qualitätskontrolle bieten sich in einer industriellen Molkereiproduktion viele Ansatzpunkte für Machine Learning und Generative AI.

Selbst auf dem Sprung oder von einem CIO-Wechsel erfahren? Dann gerne Heinrich Vaske benachrichtigen!

Christian Maier, Molkerei Gopper

Christian Maier kommt von den Südwestdeutschen Salzwerken (Foto: mbuf).