Industriefarben
Oliver Retz geht von GEMÜ zu Marabu
Der Farbenhersteller Marabu Inks hat Oliver Retz als neuen Executive Vice President IT eingesetzt. Er tritt die Nachfolge von Stefan Würtemberger an, der seit drei Monaten die IT von DÜRR DENTAL SE leitet.
Von Heinrich Vaske
Oliver Retz hat seinen Amtsantritt bei Marabu so schön erklärt, dass wir Euch den Link nicht vorenthalten wollen: https://lnkd.in/dBgPtvFt Er kommt von der GEMÜ Group (Gebrüder Müller Apparatebau), einem familiengeführten Technologieunternehmen, das auf Ventil-, Mess- und Regeltechnik für Flüssigkeiten, Gase und Dämpfe spezialisiert ist. Dort war er zuletzt als „Head of Department DataCenter & Cloud Services Global IT/Org“ tätig. Davor leitete er für zwölf Jahre die IT der Hermann Jung-Kramer GmbH (JUNG Unternehmensgruppe).
Bei Marabu Inks in Tamm bei Ludwigsburg taucht Retz nun in die Welt der Farben ein. Das Unternehmen produziert Industriefarben für großflächige, maschinelle Druckverfahren (Digital-Druck, Sieb-/Tampon-Druck), aber auch Kreativfarben für Hobby und Kunst.
In die Schlagzeilen geriet Marabu 2019, als das Unternehmen Opfer einer massiven Ransomware-Attacke wurde. Als CIO war damals Würtemberger verantwortlich. Er ging ungewöhnlich offen mit dem Cyberangriff um und stellte klar, dass sein Unternehmen nicht auf die Forderungen der Angreifer eingehen werde. Würtemberger nutzte den Vorfall für einen Neustart in der IT-Sicherheit: Er führte eine Zero-Trust-Architektur ein und startete Awareness-Programme, um die Aufmerksamkeit im Unternehmen zu erhöhen.
Für sein Krisenmanagement wurde Würtemberger 2020 im Wettbewerb „CIO des Jahres“ von COMPUTERWOCHE und CIO Magazin mit dem Sonderpreis „Cybersecurity Award“ ausgezeichnet. Drei Jahre später gelang es ihm erneut, sich im Wettbewerb unter den Finalisten zu platzieren.
Bei DÜRR DENTAL beschäftigt sich Würtemberger nun mit Medizintechnik. Das Unternehmen produziert Equipment für Zahnarztpraxen (Stühle, Absauganlagen, Kompressoren etc.), hinzu kommen Geräte für Prophylaxe und Zahnreinigung. Auch die dazugehörige Praxissoftware kommt von DÜRR, ebenso bildgebende Systeme (Röntgengeräte, digitale Speicherfolien-Scanner, Intraoral-Kameras u.v.m.)
Ganz oben auf der Agenda des neuen CIO steht das Thema KI. Unter der Marke VistaSoft AI vertreibt DÜRR bereits entsprechende Software. Die KI hilft z.B. Karies zu erkennen oder Krankheitsbilder zu analysieren. In nicht allzu ferner Zukunft dürften zudem Praxisgeräte wie Saugmaschinen oder Kompressoren per KI überwacht und Praxis-Workflows von der Diagnose bis zur Schienen- und Implantatsplanung automatisiert werden.
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Oliver Retz ist jetzt bei Marabu Inks.
Stefan Würtemberger hat zu Dürr Dental gewechselt




