The Agentic CIO: Stay Relevant or Get Replaced

Salesforce: Wie das Agentic Enterprise die CIO-Agenda verändert

KI-Piloten gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, doch in den Chefetagen wächst die Ungeduld. Zwischen Datensilos und Fachkräftemangel suchen IT-Verantwortliche nach dem Hebel, der aus netten Experimenten echte operative Schlagkraft macht – Salesforce will dafür das passende Werkzeug liefern.

Von Nicolas A. Zeitler — Werbung —

Er sieht aus wie ein Cyber-Hund aus einem Science-Fiction-Film: Der vierbeinige Roboter vom Typ Unitree Go2 trottet durch eine Werkshalle, scannt einen Siemens-Industriecontroller und entscheidet autonom, ob die Hardware noch im Soll-Bereich arbeitet. Was nach Zukunftsvision klingt, ist das Modell für ein Konzept, das die IT-Architektur von Grund auf umkrempeln soll. Für CIOs geht es nicht nur darum, ein Sprachmodell bereitzustellen, sondern KI so in Einsatz zu bringen, dass diese Verantwortung in Geschäftsprozessen übernehmen kann. Das Problem dabei ist altbekannt: Die notwendigen Daten liegen oft tief vergraben in isolierten ERP-, PLM- oder OT-Systemen.

Salesforce will das Dilemma mit seinem Modell des „Agentic Enterprise“ lösen. Der Ansatz: Eine vierstufige Architektur, die Kommunikation, KI-Steuerung, Workflows und Datenkontext verzahnt. Im Zentrum steht die Plattform Agentforce, die es ermöglichen soll, KI-Agenten ohne langwierige Eigenentwicklungen in den produktiven Betrieb zu überführen. Das Ziel ist die Transformation von starren Abläufen zu autonomen Prozessen, bei denen der Mensch nur noch bei kritischen Eskalationen eingreift. „Die entscheidende Frage für CIOs ist nicht mehr „ob KI“, sondern wie wir KI-Agents so in unsere Architektur einbetten, dass sie wirklich Verantwortung übernehmen können – mit Daten, die wir ihnen anvertrauen“, sagt Uli Irnich, CIO Advisor bei Salesforce.

Governance als technisches Designprinzip

Ein kritischer Punkt bei der Skalierung von KI bleibt das Vertrauen. Hier setzt der Anbieter auf das Prinzip „Trust by Default“. Statt die Kontrolle nachträglich über Compliance-Regeln zu erzwingen, werden technische Leitplanken – sogenannte Guardrails – direkt im System verankert. Jede Aktion eines Agenten muss auditierbar und im Zweifelsfall per Rollback rückgängig zu machen sein. Regulatorische Anforderungen wie der EU AI Act oder die DSGVO werden nicht als Innovationsbremse betrachtet, sondern als notwendiges Fundament für eine robuste Architektur.

Die Zusammenführung der Daten findet auf der Plattform Data 360 statt. Mithilfe einer speziellen Salesforce-Lösung werden Informationen aus unterschiedlichen Quellen harmonisiert und in eine einheitliche Basis überführt. Erst dieser Kontext versetzt Agenten in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen. Das soll IT-Verantwortlichen einen strukturellen Vorsprung verschaffen: Wer jetzt die Architektur für autonome Systeme legt, bleibt relevant, verspricht Salesforce. „Agentic AI ist kein Hype, sondern die nächste Evolutionsstufe der Digitalisierung“, ist sich Irnich sicher. „CIOs, die heute die Datengrundlage schaffen, werden morgen die Wettbewerbsvorteile ernten.“

Live-Einblicke auf der Hannover Messe

Wer sich selbst ein Bild machen will, findet auf der Hannover Messe in Halle 15 am Stand D63 die Gelegenheit. Neben dem erwähnten Roboter-Showcase zur Wartung von Industriecontrollern zählen zu den Programm-Highlights „Build Your Own Agent“-Workshops und eine Masterclass zu KI in der Fertigung (23. April, 11 Uhr). Nicht zu vergessen natürlich eine exklusive Präsentation bei der Messetour für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von CIOmatch am 21. April.

Salesforce ist Partner von CIOmatch @ Hannover Messe 2026.

Ulrich Irnich, Salesforce

„CIOs, die heute die Datengrundlage schaffen, werden morgen die Wettbewerbsvorteile ernten“, sagt Uli Irnich, CIO Advisor bei Salesforce.