Von Roboterbauer Kuka
Quirin Görz CIO bei G+D
Giesecke+Devrient (G+D) hat einen neuen CIO: Quirin Görz hat sein Amt am 1. September 2026 angetreten. Er ist Nachfolger von Jörg Bajohr, der die Position neun Jahre lang innehatte.
Von Heinrich Vaske
G+D nennt sich selbst ganz bescheiden „SecurityTech-Anbieter“, doch die Bezeichnung greift zu kurz. Das Traditionsunternehmen, das 1852 in Leipzig als Banknotendruckerei gegründet wurde, ist heute in vielen Märkten breit aufgestellt. Es gehört mit seinen weltweit rund 14.500 Mitarbeitenden (inklusive aller Tochtergesellschaften) zu den internationalen Markt- und Technologieführern, wenn es um die Bearbeitung und den Schutz von Banknoten sowie den gesamten physischen und digitalen Zahlungsverkehr geht.
Zum Kerngeschäft mit Währungstechnologien kommen Chipkarten (Giro-, Kredit- und Bezahlkarten) und Zahlungslösungen für Banken und Finanzdienstleister, außerdem Angebote rund um die IT-Sicherheit. Dazu zählen etwa SIM- und eSIM-Technologien, Reisepässe und Personalausweise sowie – gemeinsam mit der börsennotierten 75,11-prozentigen Tochter Secunet – Sicherheitsprodukte und -lösungen für Unternehmen und Behörden.
Der neue CIO Quirin Görz war vorher über zwölf Jahre in verschiedenen Top-Positionen für Kuka tätig. Von Anfang 2020 bis Oktober 2024 war er der CIO des Augsburger Herstellers von Industrierobotik, der inzwischen vollständig in Händen des chinesischen Technologiekonzerns Midea Group ist. Von 2024 bis 2026 leitete er dann als CEO die Konzerntochter Kuka Digital.
Seinen neuen Job hat Görz nun bei einem anderen deutschen Technologieunternehmen aus der ersten Reihe angetreten – mit einem anspruchsvollen Chef: Ralf Wintergerst, CEO von G+D, ist seit Juni 2023 auch Präsident des größten deutschen ITK-Branchenverbands Bitkom. In dieser Rolle arbeitet er daran, nicht nur die deutsche ITK-Branche, sondern auch die hiesigen Unternehmen und Behörden auf dem Weg in die digitale Zukunft voranzubringen.
Zu Wintergersts Zielen gehört es auch, europäische Betriebe weniger abhängig von US-Anbietern zu machen, wenn es um Schlüsseltechnologien wie Cloud Computing, Halbleiter oder KI geht. Dass US-Unterstützung aber oft unumgänglich ist, wissen aber auch die Münchner, die selbst Kunden und strategische Partner von Amazon Web Services sind. G+D nutzt AWS-Infrastruktur, um skalierbare und Cloud-basierte eSIM-Management-Lösungen für Mobilfunkanbieter und Endgeräte bereitstellen zu können.
Inhaltlich wird es für Görz u.a. um die Infrastruktur und den Aufbau datenbasierter Geschäftsmodelle gehen, außerdem um optimale interne Prozesse und Wertschöpfungsketten. Das betrifft insbesondere den globalen Einkauf und das Supply-Chain-Management.
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Quirin Görz kommt von Roboterbauer Kuka (Foto: Kuka).


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